Tag 14 – komm raus komm raus wo immer du bist

Die Nacht kam und jeder machte sich Bettfertig. Was ja schnell geht, wenn man oefter mal das selbe traegt und eh aussieht wie sau. Jeder wieder eingekuschelt in uebrigens umglaublich grosse Deckbetter, die leider auch etwas klamm waren. Und dann Neppe zu und schlafen. Was gut ging bis… die Tiere kamen. Der Guide hatte uns schon erzaehlt, dass viele der Baumhaeuser katzen hatten, um die Tiere zu erschrecken, aber das man diese wieder entfernt haette nachdem eines der Haeuser abgebrannt waere (wie ueblich auf Grund weil ein Dummer Touri seine Kippe hat brennen lassen). Die Katzen waeren dabei gestorben und dieses Risiko wollten sie nicht nochmal eingehen. Es klang voellig bizarr, dass man Haustiere in dieser Hoehe brauchen wuerde, aber nach dieser Nacht muss man sagen. Berechtigt. Zuerst kamen die grossen Ameisen. Wir hatten die gezuckerte Kondenzmilch nicht richtig verschlossen und irgendwo hingestellt und ploetzlich war alles voller Ameisen. Dann haben wir zwei Faustgrosse Spinnen im Bad gesehen und in der Nacht kamen die Fledermaeuse die echt komische Geraeusche machten und die sich vor allem im oberen Bereich aufhielten. Dann kamen die Ratten, die Fressgeraeusche machten und ueberall im Baumhaus rumliefen. Man hatte immer das gefuehl, dass sie die Matrazen annagen wuerden, in welchen man lag. Und da man die Tiere ja in erster Linie gehoert und nicht gesehen hatte (man war ja sicher unter seinem Tarncape (Moskitonetz) wurden diese in der Fantasie viel groesser, als sie vermutlich in Wirklichkeit waren. Und ich musste pullern… hat ne Zeit gedauert bis ich meinen sicheren Unterschlupf verlassen konnte. Erstmal ganzlangsam druntervorschau und hoffen, dass einen nichts anfaellt und sich dann langsam rausziehen. Am Morgen danach hab ich dann gehoert, dass keiner schlafen konnte und alle mit gestrichenen Hosen im Bett lagen und sich auch keiner rausgetraut hat. Lotta (Niederlaenderin) meinte nur: Und dann ist auch noch jemand aufs klo gegangen. Bei dem Laerm draussen. Ich ware nie aus dem Unterholz hervorgekrochen.

Doch der Morgen kam. Und um 6 Uhr waren alle wieder munter und wir haben den Sonnenaufgang miterlebt, der den Dunst und den Nebel in den Taelern traumhaft beleuchtete. Atemberaubend schoen. Man haette ewig verweilen koennen. Doch der Guide kam um 9 Uhr (alle haben davor noch ein paar witzige Fotos gemacht) und dann ging es auch schon zurueck. Mit Wandern, Ziplinen, Fluss durchqueren, Auto, Minivan. Und auch wir gaben unsere Gurte der neuen Gruppe und hoerten von ihnen genau das selbe, was wir zu beginn gedacht haben. Wow die sehen aber Muede und fertig und auch so dreckig aus… Wir fuehlten uns nicht so. Aber muss wohl schon so gewesen sein. Meine Jeans war jedenfalls durch. Und nach 3 Tagen konnte ich dann auch endlcih mal wieder in den Spiegel blicken. Nur um zu sehen… Ich hatte Hoernchen bekommen. Ich bin mehrfach mit meiner Stirn meim Zippleinen gegen das Drahtseil geschrammt. Und das hatte huebsche Striemen in meinem Gesicht hinterlassen. Und zwar genau auf Hoernchen hoehe.. sodas man dachte, ich waere die Ausgeburt Satans… ok vielleicht etwas uebertrieben, aber es sah doch sehr passend aus. Abends sind wir dann wieder in dem Kleinen Doerfchen nochmal was trinken gegangen, bevor sich ein Teil der Gruppe absplittete, die nach Thailand weiterzogen. Das niederlaendische Paerchen, Bjoern und ich, wollten weiter richtung LuaPrabang, sodas wir noch etwas zusammenblieben.

26.11.15 05:32

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